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Projekt 132.5 – Origami für Fortgeschrittene

Er ist bekannt für seinen Facettenreichtum, seine unkonventionellen Designs und den Mut immer wieder neue Wege zu gehen: Issey Miyake sieht sich selbst nicht als Modedesigner. „Ich mache Sachen“ – beschreibt er nüchtern sein Schaffen. Kein Wunder, dass seine Kreativität auch gerne mal über den Tellerrand hinaus ragt und er auch außerhalb des Modezirkus gestalterische Spuren hinterlässt.

Anders als  seine Kollegen arbeitet er natürlich nicht in einem gewöhnlichen Atelier, Miyake besitzt sein eigenes Forschungszentrum, das Reality Lab, in dem er und sein Team neben den bekannten Kleiderkreationen, an spannenden Innovationen arbeiten. Hier entstand 2010 das Projekt 132.5 Issey Miyake bei dem der Designer seine große Liebe zur japanischen Faltkunst aufgriff. Mittels eines 3D Computerprogramms, das mit Formeln und Algorithmen gefüttert wurde, gelang es ihm variable Kleidungsstücke zu schaffen, die sich im Handumdrehen von einem gewöhnlichen Kleid in ein avantgardistisches dreidimensionales Gebilde aus Ecken, Kanten und Falten verwandeln.

Diese Symbiose aus Mathematik und Design diente als Basis für die, in Zusammenarbeit mit dem Luxus-Lampenhersteller Artemide entstandene, Lampenkollektion: IN-EI ISSEY MIYAKE. Die Kollektion beinhaltet zehn Teile, bestehend aus Steh-, Tisch- und Pendelleuchten in puristischem Reinweiß, die vor allem durch ihre grundverschiedenen faltigen Strukturen im Origamistil auffallen.  IN-EI bedeutet auf Japanisch so viel wie: Schatten, Schattenreichtum, Schattierung – eine Anspielung auf die spannenden Schattenbilder, die die Leuchten auf Wände projizieren.

Trotz Ihrer augenscheinlich simplen Designstruktur findet die Zusammenarbeit zu Recht große Anerkennung. Hinter den einfachen Lampen steckt nämlich eine technisch hochkomplizierte Methode – entwickelt mit einem mathematisch kodierten Computerprogramm. Das extra dafür neu entwickelte Gewebe aus Man Made Fibers zeigt beeindruckende Eigenschaften und streut das Licht durch seine innovative Struktur auf eine interessante Weise. Dabei kann das Team durch die neuartige Produktionsweise den Energieverbrauch um 40 % senken, der Transport wird, dank der Möglichkeit die Leuchten zu falten, auch einfacher und die Birnen sind selbstverständlich neuste LED-Technologie. Ein durch und durch  ökonomisches Vorzeige-Modell!

So viel Detailverliebtheit muss honoriert werden. Kürzlich wurde IN-EI ISSEY MIYAKE mit dem Good Design Award 2013 ausgezeichnet, welcher ihn für die Teilnahme an der Vergabe des Good Design Grand Award qualifiziert. Hierzu können die Stücke vom 30.10.2013 bis zum 04.11.2013 in der Good Design Exhibition in Tokyo besichtigt und bewertet werden.

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